Im Moment leben oder Ziele ständig visualisieren?


Wer sich mit Veränderungen beschäftigt, der hat sich sicherlich schon intensiver damit beschäftigt, was er/sie täglich für Gedanken hat. Dass Gedanken unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflussen, wissen wir mittlerweile sehr genau. Wenn wir uns mit dem Thema „Verhalten ändern“ beschäftigen, erhalten wir oft zwei mögliche Antworten auf die Frage, wie ich meine Gedanken beeinflussen soll/kann. Entweder versuche ich möglichst oft mein Ziel zu visualisieren oder ich versuche gar nichts zu denken und einfach im Moment zu leben. Welche Strategie ist denn nun erfolgreicher?

Im Moment leben

Was haben Meditation, Achtsamkeit oder das Buch „The Power of Now“ (von Eckart Tolle) gemeinsam? Sie alle proklamieren, dass das Leben im Hier und Jetzt (das Nicht-Denken) unglaublich viele Vorteile mit sich bringt. Denn wer es schafft, nichts zu denken, der kann einen Moment ganz bewusst wahrnehmen und dessen Schönheit auch wirklich sehen/riechen/fühlen/ertasten. Wir sind dann nicht von unnötigen Gedanken abgelenkt. Stell dir also vor, du könntest deine täglichen negativen Gedanken um (sagen wir mal) 40% senken. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dich dadurch besser und selbstbewusster fühlst, ist sehr hoch. Und genau darin liegt die Stärke des Im-Moment-Lebens. Du befreist dich von störenden und negativen Gedanken. Aus diesem Grund sei dir empfohlen, solche Techniken zu erlernen und sie, wenn möglich, täglich anzuwenden.

Nur im Moment leben ist nicht genug!

Es ist einem Menschen fast nicht möglich, immer und nur im Moment zu leben. Denn im täglichen Leben müssen wir uns oft (beispielsweise bei der Arbeit) intensive Gedanken über viele mögliche Sachen machen. Wir müssen uns und unser Verhalten hinterfragen und wichtige Entscheidungen treffen. Würden wir nur im Moment leben, bräuchten wir morgens gar nicht mehr aus dem Bett steigen. Denn wir würden den ganzen Tag im Bett liegen, die Decke anstarren und die Welt auf uns wirken lassen. Im Idealfall, so schreibt es Eckart Tolle, würden wir mit der Zeit das Gefühl der Erleuchtung empfinden. Aber ja, spätestens wenn Ende Monat die Rechnungen im Briefkasten liegen, müssen wir aktiv werden und uns Gedanken machen.

Was soll ich denn denken? Soll ich meine Ziele visualisieren?

Achte darauf, dass du täglich einige Momente hast, in denen du bewusst versuchst im Moment zu leben. Das kann beim Laufen, beim Essen oder beim Autofahren sein. Die restliche Zeit solltest du versuchen, dein Denken ein wenig zu steuern. Insbesondere solltest du dabei 2 Ziele verfolgen:

1: Negative Gedanken stoppen

Beginne gut auf deine Gedanken zu achten. Sobald du realisierst, dass du negative Gedanken hast, dann stoppe sie. Negative Gedanken sind alle Gedanken, die dich am Erreichen deiner Ziele hindern. Sie unterscheiden sich natürlich von Person zu Person. Die negativen Gedanken zu erkennen, ist der erste wichtige Schritt, um sie langfristig positiv zu verändern.

2: Positive Gedanken etablieren

Versuche so oft wie möglich, dein Denken positiv zu gestalten. Positiv bedeutet, dass du dir deiner Stärken bewusst wirst. Achte darauf, dass du Gedanken hast, die deine Stärken fokussieren. Auch ist es ratsam, mehrere Male täglich deine Ziele bewusst zu visualisieren. Ich nehme an, dass du bereits weisst, wie man Ziele visualisierst. Ansonsten findest du hier eine Anleitung.

Fazit

Um dein Denken langfristig zu ändern, solltest du alle drei Strategien erlernen und anwenden. (1) Bewusst versuchen, im Moment zu leben und nichts zu denken. (2) Negative Gedanken so schnell wie möglich erkennen und sie zu stoppen. (3) Bewusst positive Gedanken kreieren und deine Ziele visualisieren.


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